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Holcim Forum for Sustainable Construction mit internationaler Topbesetzung an der ETH

Holcim Forum 2004: "Basic Needs" - Keynote speech von Simon Upton (New Zealand)
Holcim Forum 2004: "Basic Needs" - Keynote speech von Simon Upton (New Zealand)

“Wir müssen unsere Bedürfnisse heute so bewältigen, dass es nicht auf Kosten sozialer Belange geht – etwa einer weiteren Segmentierung der Gesellschaft – und auch nicht auf Kosten der kommenden Generationen durch Umweltbelastung“. Das forderte Klaus Töpfer am ersten Holcim Forum for Sustainable Construction an der ETH Zürich, das am Wochenende mit einer Besichtigung der NEAT Baustelle in Amsteg zu Ende ging. Das Team Ivica Brnic, Florian Graf und Wolfgang Rossbauer der ETH Zürich ging als Sieger eines Wettbewerbs unter eingeladenen Studenten aus fünf Kontinenten hervor; beurteilt wurden die eingereichten Arbeiten zum Thema „nachhaltiges Bauen“ durch die Teilnehmer am Holcim Forum.

“Wir müssen unsere Bedürfnisse heute so bewältigen, dass es nicht auf Kosten sozialer Belange geht – etwa einer weiteren Segmentierung der Gesellschaft – und auch nicht auf Kosten der kommenden Generationen durch Umweltbelastung“. Das forderte Klaus Töpfer am ersten Holcim Forum for Sustainable Construction an der ETH Zürich, das am Wochenende mit einer Besichtigung der NEAT Baustelle in Amsteg zu Ende ging. Das Team Ivica Brnic, Florian Graf und Wolfgang Rossbauer der ETH Zürich ging als Sieger eines Wettbewerbs unter eingeladenen Studenten aus fünf Kontinenten hervor; beurteilt wurden die eingereichten Arbeiten zum Thema „nachhaltiges Bauen“ durch die Teilnehmer am Holcim Forum.

Die Weltbevölkerung wächst noch immer explosionsartig, Ressourcen schwinden, Agglomerationen in entwickelten Ländern verzeichnen einen Bevölkerungsschwund – vor diesem Hintergrund ist nachhaltiges Bauen kein fernes Ideal mehr, sondern eine dringende Notwendigkeit. “Es hat heute besondere Bedeutung, weil wir in einer gespaltenen Welt leben – wir haben einerseits die dramatischen Tendenzen in den Entwicklungsländern mit Megacitys und neuen Slums, andererseits einen Weltteil, in dem die Bevölkerung rückläufig ist und Städte sich neu definieren müssen“, charakterisierte Klaus Töpfer die Situation.

Der Direktor des United Nations Environment Programme (UNEP) war einer von über 120 Experten aus allen Regionen der Welt, die an der ETH Zürich zusammen kamen, um im Rahmen des ersten Holcim Forum for Sustainable Construction Lösungen für die Herausforderungen des nachhaltigen Bauens zu diskutieren und in Workshops zu erarbeiten. Zahlreiche prominente Referenten belegten, dass die Bedeutung der Nachhaltigkeit mittlerweile überall erkannt ist.

Der holländische Stararchitekt Winy Maas präsentierte revolutionäre Ideen für die bauliche Zukunft von Paris und Zürich, der Portugiese Eduardo Souto de Moura zeigte, welche Rolle Nachhaltigkeit beim Bau seines spektakulären Euro-Fussballstadions spielte.

Was ist nachhaltig?
In einem leidenschaftlichen Referat wies der Vorsitzende des OECD Round Tabel für nachhaltige Entwicklung, Simon Upton, auf die Schwierigkeiten hin, Nachhaltigkeit nicht nur umzusetzen, sondern nur schon zu definieren. In den zahlreichen Diskussionen während des Forums wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass Nachhaltigkeit zum Beispiel in Afrika etwas völlig anderes bedeutet als in Europa oder Lateinamerika – vor allem hinsichtlich des Kernthemas des Forums, dem Zusammenhang zwischen den Grundbedürfnissen der Menschen und dem nachhaltigen Bauen. 

Mikrokedite für die Ärmsten
Wie mit solchen «Basic Needs» in einem unterentwickelten Land umgegangen werden kann und muss, zeigte Muhammad Yunus auf, der charismatische Gründer der Grameen Bank. Mit Mikrokrediten, die manchmal weniger als 10 Dollar betragen, hilft diese Bank den Ärmsten in Bangladesch, ein «nachhaltiges Leben zu führen, weil sie für sich selber sorgen können». Damit erweiterte Yunus den Begriff der Nachhaltigkeit um die notwendigen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekte. 

Globaler Wettbewerb zur Förderung nachhaltigen Bauens
Für die Veranstalterin des Forums, die Ende 2003 gegründete Holcim Foundation for Sustainable Construction, war die Tagung das erste öffentliche Engagement – und für die Gastgeberin ETH ein bedeutender Anlass mit interdiszplinärer Ausstrahlung weit über die Grenzen der Schweiz und Europas hinaus. Die Zusammenarbeit zwischen der Holcim Foundation und der ETH beschränkt sich nicht auf die Durchführung der künftig regelmässig stattfindenden Foren. 

Die Holcim Foundation schreibt in diesem November global einen Wettbewerb aus, mit dem sie Architekten, Planer, Ingenieure und Bauträger aufruft, sich für nachhaltiges Bauen einzusetzen und entsprechende Projekte, Ideen und Initiativen einzureichen. Die Preissumme für die fünf regionalen und den darauf folgenden globalen Wettbewerb beträgt insgesamt 2 Millionen Dollar. In enger Zusammenarbeit mit vier Partneruniversitäten sind die Beurteilungkritieren durch die ETH Zürich festgelegt worden; die Jurierung erfolgt regional durch unabhängige Spezialisten unter der Leitung der Universidade de São Paulo (USP) in Brasilien, des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, die University of the Witwatersrand (Wits) in Johannesburg, Südafrika, sowie die Tongji University (TJU) in Shanghai, China.

Engagement für künftige Generationen
Sowohl die Partneruniversitäten als auch die ETH erhielten die Möglichkeit, je fünf Studierende an das Holcim Forum einzuladen. Für die jungen Leute aus China, Brasilien, Südafrika, den USA und der Schweiz war die Teilnahme ein grosses Erlebnis – und für das Forum ihre Präsenz ein Gewinn, auch im Rahmen eines Nachwuchswettbewerbes für nachhaltige Bauprojekte, bei dem Preise nach China (Fang Xu und Feng Qu von der Tongji University, Shanghai), nach Südafrika (Maria J. Loots, von Wits, Johannesburg) und in die Schweiz (Ivica Brnic, Florian Graf, Wolfgang Rossbauer von der ETH Zürich) gingen. Nachhaltigkeit ist, wie ein Professor des MIT festhielt, stets ein Engagement für die Zukunft: “Was wir heute tun, betrifft die nächste Generation. Wir wollen ihr eine Welt überlassen, die mindestens so gut ist wie jene, die wir selber angetroffen haben. “

Als einer der global führenden Anbieter von Baustoffen beschäftigt sich Holcim täglich mit Fragen der Nachhaltigkeit. Um sich noch aktiver an der Diskussion zu beteiligen und das nachhaltige Bauen über die Grenzen der eigenen Industrie hinaus zu fördern, hat der weltweit tätige Schweizer Zementkonzern im Dezember 2003 die Holcim Foundation for Sustainable Construction gegründet. Eine enge Zusammenarbeit mit renommierten technischen Universitäten auf allen Kontinenten sichert einerseits Kompetenz, ermöglicht andererseits eine regionale Fokussierung. Die Aktivitäten der Holcim Foundation werden von einem Patronatskomitee initiiert und geprägt, das am Rande des Holcim Forum erstmals tagte. Ihm gehören die folgenden Mitglieder an: Yolanda Kakabadse, Mitglied World Conservation Union (IUCN), Ekuador, Amory Lovins, CEO Rocky Mountain Insititut, USA, Rolf Soiron, Verwaltungsratspräsident Holcim Ltd und Präsident der Universität Basel, Schweiz, Klaus Töpfer, Executive Director United Nations Environment Programme (UNEP), Kenia, Simon Upton, Präsident OECD Round Table on Sustainable Development, Frankreich, und Muhammad Yunus, Gründer Grameen Bank, Bangladesch.

Die Holcim Foundation for Sustainable Construction fördert das nachhaltige Bauen. Mit dem international ausgeschriebenen Holcim Awards Wettbewerb zeichnet sie herausragende Architektur aus, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.

www.lafargeholcim-foundation.org

Die Holcim Foundation wird unterstützt von Holcim, einem der weltweit führenden Anbieter von Zement, Zuschlagstoffen und Beton einschliesslich damit verbundener Dienst- und Serviceleistungen. Holcim hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in über 70 Ländern auf allen Kontinenten.

www.holcim.com

Last Updated: September 17, 2004
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